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Ein faires Angebot an Homöopathen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 28. Mai 2010 um 19:14 Uhr

Wahrsagercheck hat bereits vor geraumer Zeit einen Test vorgeschlagen. Die Idee ist ebenso einfach wie plausibel: Homöopathen, die fest von der Wirkung homöopathischer Mittel überzeugt sind, können auf einfache Art beweisen, dass Homöopathika wirken.

 

Das Angebot lautet wie folgt:

Homöopathen erhalten vom Versuchsleiter zwei Behältnisse. Im einen befinden sich vom Homöopathen zu bestimmende Globuli in einer hohen Potenz und im anderen ein „Scheinhomöopathikum“. Die Aufgabe der Homöopathen ist es dann lediglich, herauszufinden, welches Mittel echt und welches das Scheinmittel ist.

Dabei bestimmen die Homöopathen jeweils selber das Mittel (z.B. Belladonna D30), bei dem sie davon ausgehen, dass sie bei Selbsteinnahme eine Wirkung an sich selber feststellen werden. Die einzunehmende Menge sowie die Intervalle der Dosen legen die Homöopathen ebenfalls selber fest. Das ist doch definitiv ein faires Angebot ohne Haken. Zudem wird der Versuch „doppelblind“ durchgeführt: Der Versuchsleiter weiß selber nicht, in welchem (nummerierten) Behältnis sich Mittel bzw. Scheinmittel befinden. Die homöopathiegerechte Abfüllung in neutrale Behältnisse erledigt ein Apotheker, der sich die jeweiligen Nummern mit den entsprechenden Mitteln notiert. Einzige Aufgabe des Versuchsleiters ist die Bestellung der gewünschten Mittel beim Apotheker und die Verteilung an die Homöopathen und nach dem Versuch die Auswertung der vom Apotheker und den Versuchsteilnehmern gelieferten Daten.

 

Jeder Arzt könnte diesen Versuch mit evidenzbasierten Medikamenten mit Leichtigkeit bestehen. Hierfür würden sich beispielsweise Medikamente anbieten, die den Blutdruck erhöhen oder senken. Mit einfachen Blutdruckmessungen ließen sich die Medikamente von den Scheinmedikamenten unterscheiden.

 

Wenn Homöopathie so wirkt, wie Homöopathen es behaupten, sollte es ihnen also auch ohne Schwierigkeiten möglich sein, diesen Test zu bestehen. Ein solcher Test müsste allerdings von möglichst vielen Homöopathen durchgeführt werden. Immerhin ist die Chance bei einem einzelnen Teilnehmer 50:50 wenn man davon ausgeht, dass sich kein Unterschied zwischen Homöopathikum und Scheinhomöopathikum feststellen lässt. Noch besser wäre es, wenn jeder Versuchsteilnehmer möglichst oft das Experiment mit neu zugesendeten Behältern durchführt.

 

Leider hat sich bislang noch kein Homöopathiegläubiger zu dem Versuch bereiterklärt. Das überrascht, wenn Homöopathen ehrlich an die von ihnen eingesetzten Mittel glauben. Es überrascht natürlich nicht, wenn man bedenkt, wie absurd die Ideen der Homöopathie sind. Im Grunde muss jeder Homöopath wissen, dass er oder sie letztlich keinen Unterschied feststellen kann, weil die Mittel in Wahrheit nicht über einen Placebo-Effekt hinaus wirken. Wenn das so nicht richtig ist und es tatsächlich Homöopathen gibt, die ehrlich an die Wirkung der Homöopathika glauben, seien diese hiermit aufgefordert, sich bei Wahrsagercheck für den Test anzumelden. (die Kontaktadresse steht weit unten). Bislang haben Homöopathievertreter gekniffen...aber vielleicht findet sich mit diesem Aufruf ja jemand mit Schneid. Denn mit einer erfolgreichen Teilnahme an dem Experiment würde den Skeptikern der Wind aus den Segeln genommen und es gäbe endlich einen nachvollziehbaren Beweis für die Wirksamkeit der Homöopathie. Also los, ran an die Globuli.

 

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