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| Die Geschichte vom gütigen Gott – oder: Rosinenpicken gilt nicht |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Sonntag, den 31. August 2008 um 04:07 Uhr |
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Interessierte Leser wissen: die Bibel steckt voller Grausamkeiten – vom Völkermord über ethnische Säuberungen, Menschenopfern, grausamen Bestrafungen und und und. Alles im Namen des gütigen Gottes. Kann es sein, dass dieser gütige Gott gar nicht so gütig ist? In Diskussionen mit Christen höre ich regelmäßig das Argument, dass man sich nicht auf das Alte Testament beziehen darf, weil das gar nicht so gemeint sei. Was zählt ist das Neue Testament mit der gütigen Lehre von Jesus. Schön und gut. Aber dann halte ich es schlicht für nicht nachvollziehbar, warum das Alte Testament nicht einfach aus der Bibel entfernt wird. Denn es berufen sich immer noch viel zu viele Wirrköpfe und geistige Brandstifter auf gerade das Alte Testament. Aber gut. Nehmen wir an, man könnte das nach unseren Wertmaßstäben nur als bestialisch zu bewertende Alte Testament ignorieren und sich nur auf das Neue Testament beziehen. Zugegeben: Falls Jesus wirklich ähnliche Dinge propagiert haben sollte, wie sie in der Bibel stehen (kann niemand wirklich wissen, weil sie erst sehr viel später und nicht von Augenzeugen aufgeschrieben wurden), war er seiner Zeit moralisch weit voraus. Andere nicht umbringen und nett zueinander sein sind schließlich wirklich gute Ideen. Dennoch schaffe ich es nicht, die Logik hinter der Jesusgeschichte zu verstehen. Durch sein Opfer befreit er uns von unserer Erbsünde. Allein schon der Begriff Erbsünde erscheint absurd. Welche „Erbsünde“ lässt sich Kindern, Neugeborenen zuschreiben? Schlimmer noch, er bezieht sich auf die Erbsünde von Adam und Eva – die es nachgewiesenermaßen so nicht gegeben haben kann. Schließlich können wir die Schaffung der Erde in sieben Tagen getrost abhaken. Wir wissen, dass die Evolution eine unumstößliche, wissenschaftlich belegte Tatsache darstellt. Außerdem soll ja das Alte Testament nach der oben aufgeführten Argumentation nicht entscheidend sein. Die Erbsünde ist sozusagen ein Kartenhaus, dem die unterste Reihe fehlt. |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 01. Februar 2010 um 21:10 Uhr |
Zufallszitat
... ich kann es kaum begreifen, wie jemand, wer es auch sei, wünschen könne, die christliche Lehre möge wahr sein; denn, wenn dem so ist, dann zeigt der einfache Text (des Evangeliums), dass die Ungläubigen, und ich müsste zu ihnen meinen Vater, meinen Bruder und nahezu alle meine besten Freunde zählen, ewige Strafen verbüßen müssen. Eine abscheuliche Lehre!
Charles Darwin



