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    Die zähen Verhandlungen um einen Ausweg aus der Schuldenkrise Griechenlands gehen in eine neue Runde. Der griechische Ministerpräsident Papademos will heute erneut versuchen, die Koalitionsparteien auf einen gemeinsamen Reformkurs zu bringen. In der Nacht hatte er mit Vertretern der Troika und des privaten Bankensektors verhandelt.
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    Die Themenliste des Ministerrats ist lang: Syrien, die Lage in Griechenland, die Finanzkrise und verschiedene Gemeinschaftsprojekte. Kanzlerin Merkel fährt heute mit acht Ministern zu einem Treffen mit der Regierung von Präsident Sarkozy. Auch wird sie mit ihm zusammen ein Interview geben - zum Unmut der Opposition.
  • Ägypten klagt Stiftungsmitarbeiter an
    Ägyptens Justiz will wegen angeblich illegaler Finanzierung 43 Mitarbeiter von politischen Stiftungen und Organisationen vor Gericht stellen - unter ihnen sind auch Deutsche und US-Bürger. Damit dürften sich die Beziehungen weiter abkühlen - denn auch der Sohn eines US-Ministers ist angeklagt.
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Die Geschichte vom gütigen Gott – oder: Rosinenpicken gilt nicht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 31. August 2008 um 04:07 Uhr

Interessierte Leser wissen: die Bibel steckt voller Grausamkeiten – vom Völkermord über ethnische Säuberungen, Menschenopfern, grausamen Bestrafungen und und und. Alles im Namen des gütigen Gottes. Kann es sein, dass dieser gütige Gott gar nicht so gütig ist? In Diskussionen mit Christen höre ich regelmäßig das Argument, dass man sich nicht auf das Alte Testament beziehen darf, weil das gar nicht so gemeint sei. Was zählt ist das Neue Testament mit der gütigen Lehre von Jesus. Schön und gut. Aber dann halte ich es schlicht für nicht nachvollziehbar, warum das Alte Testament nicht einfach aus der Bibel entfernt wird. Denn es berufen sich immer noch viel zu viele Wirrköpfe und geistige Brandstifter auf gerade das Alte Testament.

Aber gut. Nehmen wir an, man könnte das nach unseren Wertmaßstäben nur als bestialisch zu bewertende Alte Testament ignorieren und sich nur auf das Neue Testament beziehen. Zugegeben: Falls Jesus wirklich ähnliche Dinge propagiert haben sollte, wie sie in der Bibel stehen (kann niemand wirklich wissen, weil sie erst sehr viel später und nicht von Augenzeugen aufgeschrieben wurden), war er seiner Zeit moralisch weit voraus. Andere nicht umbringen und nett zueinander sein sind schließlich wirklich gute Ideen. Dennoch schaffe ich es nicht, die Logik hinter der Jesusgeschichte zu verstehen. Durch sein Opfer befreit er uns von unserer Erbsünde. Allein schon der Begriff Erbsünde erscheint absurd. Welche „Erbsünde“ lässt sich Kindern, Neugeborenen zuschreiben? Schlimmer noch, er bezieht sich auf die Erbsünde von Adam und Eva – die es nachgewiesenermaßen so nicht gegeben haben kann. Schließlich können wir die Schaffung der Erde in sieben Tagen getrost abhaken. Wir wissen, dass die Evolution eine unumstößliche, wissenschaftlich belegte Tatsache darstellt. Außerdem soll ja das Alte Testament nach der oben aufgeführten Argumentation nicht entscheidend sein. Die Erbsünde ist sozusagen ein Kartenhaus, dem die unterste Reihe fehlt.

Da drängt sich doch die Frage auf, wie es mit der Logik bei religiösen Menschen steht. Können Christen nicht logisch denken oder denken sie einfach nicht über ihre eigene Religion nach? Klingt nach einem Widerspruch – gerade besonders religiöse Menschen sollten doch intensiv über Religion und die Bibel nachdenken?

Ein weiteres Rätsel wird mir bleiben, wieso Gott sich in Gestalt von Jesus selber vor sich selbst opfert – und damit die imaginäre Schuld der Menschen bereinigt. Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Es ist schlicht unredlich, die gesamte Bibel als heiliges und verehrenswertes Buch hinzustellen und dann in Streitgesprächen einzelne Passagen oder gleich das ganze Alte Testament mit dem Hinweis auf das gütige Neue Testament als ignorierenswert darzustellen. Außerdem macht das Neue Testament überhaupt keinen Sinn mehr, wenn wir das Alte außen vor lassen. Ohne Erbsünde kann es auch kein Opfer Gottes in Form von Jesus geben. Rosinenpicken gilt also nicht!

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 01. Februar 2010 um 21:10 Uhr