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Unser aller Bundespräsident, Horst Köhler scheint nicht allzuviel zu lesen. Und unser Grundgesetz scheint er entweder nicht zu kennen, oder er hält bronzezeitliche Mythen für zeitgemäßer als die Grundlagen unseres Staates. Beides finde ich jedenfalls für unser Staatsoberhaupt untragbar.
Darauf hat der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten mit einer Kampagne reagiert, die an dieser Stelle unterstützt werden soll. Beteiligt Euch rege, so weit aus der Welt soll doch niemand bleiben...
Ich finde übrigens, dass "Nation" von Terry Pratchett ein wichtigeres Buch ist, als die Bibel. Es verdeutlicht die Wichtigkeit von Humanität, Toleranz und wie wichtig es ist, den Aberglauben zu überwinden. Aber ich schicke es Herrn Köhler trotzdem nicht - das wären dann doch Perlen vor die Säue...
Der Landesverband NRW des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) ruft die Bevölkerung auf, dem Bundespräsidenten Horst Köhler zum Weihnachtsfest Bücher zu schenken. Köhler sagte diese Woche in Münster, die Bibel sei für ihn das wichtigste Buch, dass er kenne. "Offensichtlich fehlt es dem Bundespräsidenten an zeitgenössischer Literatur", sagt IBKA NRW Sprecher Rainer Ponitka. "Jetzt in der Vorweihnachtszeit sollte ihm jedoch zu helfen sein. Wir rufen hiermit die Bevölkerung auf: Geben Sie dem Bundespräsidenten eine Bildungschance. Schenken Sie ihm Ihre Lieblingsbücher aus dem Diesseits und schicken Sie diese an das Bundespräsidialamt in 11010 Berlin. Lassen Sie Herrn Köhler teilhaben an den großartigen Ideen der Aufklärer, an Philosophie, Religionsfreiheit, Menschenrechten, Demokratie, Kunst und Wissenschaft." Der IBKA in NRW wird den Anfang machen und ein Grundgesetz an Herrn Köhler senden. Ponitka weiter: "Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sollte dem Bundespräsidenten deutlich wichtiger sein als jedes andere Buch." Hintergrund: Köhler hatte anlässlich der 50-Jahr-Feier des Instituts für Neutestamentliche Textforschung der Universität Münster geäußert, die Bibel sei für ihn das wichtigste Buch, das er kenne. Artikel beim Christlichen Medienmagazin pro: http://www.presseportal.de/go2/Medienmagazin_pro Link zum Thema: http://www.ibka.org/presse09/koehler-bibel
Update:
Besonders erschreckend an dem Bericht auf der Seite dieses Medienmagazins finde ich, dass er diesen Unfug gezielt Kindern unterjubelt, die noch zu keiner eigenen Entscheidung auf hochphilosophischem Gebiet in der Lage sind. Er bezeichnet Kinder sicherlich auch mit unpassenden Titeln wie "christlich" oder "muslimisch" - aber wer etikettiert Kinder guten Gewissens als "marktradikal" oder sozialdemokratisch"?
Übel stößt mir auch auf, dass die Bibel angeblich erklärt, wo wir herkommen. Ja woher denn? Aus Matsche und aus der Rippe von Adam? Auweia...
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