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  • Ministerpräsident Papademos sucht nach Reformkurs
    Die zähen Verhandlungen um einen Ausweg aus der Schuldenkrise Griechenlands gehen in eine neue Runde. Der griechische Ministerpräsident Papademos will heute erneut versuchen, die Koalitionsparteien auf einen gemeinsamen Reformkurs zu bringen. In der Nacht hatte er mit Vertretern der Troika und des privaten Bankensektors verhandelt.
  • Merkel und Minister beraten mit Regierung Sarkozy
    Die Themenliste des Ministerrats ist lang: Syrien, die Lage in Griechenland, die Finanzkrise und verschiedene Gemeinschaftsprojekte. Kanzlerin Merkel fährt heute mit acht Ministern zu einem Treffen mit der Regierung von Präsident Sarkozy. Auch wird sie mit ihm zusammen ein Interview geben - zum Unmut der Opposition.
  • Ägypten klagt Stiftungsmitarbeiter an
    Ägyptens Justiz will wegen angeblich illegaler Finanzierung 43 Mitarbeiter von politischen Stiftungen und Organisationen vor Gericht stellen - unter ihnen sind auch Deutsche und US-Bürger. Damit dürften sich die Beziehungen weiter abkühlen - denn auch der Sohn eines US-Ministers ist angeklagt.
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Die Finanzen von 82 Millionen Menschen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 03. November 2009 um 19:05 Uhr

Da muss extra ein niederländischer Journalist auf eine Pressekonferenz kommen, um die Ernennung von Wolfgang Schäuble zum Bundesfinanzminister kritisch zu hinterfragen. Scheinbar hatte niemand anderes die Spendenaffäre der Ära Kohl unter maßgeblicher Beteiligung des Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber mehr auf dem Schirm.

 

Was damals passierte, soll hier nicht zur Gänze aufgeführt werden (siehe für mehr Informationen auch http://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff%C3%A4re). Allerdings lohnt es sich doch, die Rolle von Wolfgang Schäuble nochmals zu betrachten. Immerhin soll er künftig über die Staatsfinanzen wachen. Im Jahr 1994 erhielt Schäuble von Karlheinz Schreiber 100.000 DM in Bar, die niemals als Parteispende verbucht wurden. Schäuble gab nach Bekanntwerden der Affäre an, er habe vergessen, dass Herr Schreiber ihm das Geld gegeben hatte. Nun gibt es diesbezüglich zwei Möglichkeiten: entweder arbeitet Wolfgang Schäubles Gedächtnis weniger gut als das der meisten anderen Menschen – oder er konnte sich sehr wohl erinnern und hat gelogen. Dann würde der Fall aber schnell in die Nähe von Korruption geraten. Außerdem gibt es noch widersprüchliche Aussagen zu der Sache von Wolfgang Schäuble und der damaligen CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister. Kurz zusamengefasst schieben sich beide gegenseitig den schwarzen Peter zu. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen beide verliefen im Sande.


Was bleibt ist die Frage, wieso ausgerechnet Wolfgang Schäuble nun Finanzminister werden musste...so recht mag oder kann Angela Merkel selber die Frage übrigens auch nicht beantworten. Das zeigte jedenfalls ihre schmallippige Antwort auf die anfangs genannte Frage des niederländischen Journalisten:

Da muss extra ein niederländischer Journalist auf eine Pressekonferenz kommen, um die Ernennung von Wolfgang Schäuble zum Bundesfinanzminister kritisch zu hinterfragen. Scheinbar hatte niemand anderes die Spendenaffäre der Ära Kohl unter maßgeblicher Beteiligung des Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber mehr auf dem Schirm.

 

Was damals passierte, soll hier nicht zur Gänze aufgeführt werden (siehe für mehr Informationen auch http://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff%C3%A4re). Allerdings lohnt es sich doch, die Rolle von Wolfgang Schäuble nochmals zu betrachten. Immerhin soll er künftig über die Staatsfinanzen wachen. Im Jahr 1994 erhielt Schäuble von Karlheinz Schreiber 100.000 DM in Bar, die niemals als Parteispende verbucht wurden. Schäuble gab nach Bekanntwerden der Affäre an, er habe vergessen, dass Herr Schreiber ihm das Geld gegeben hatte. Nun gibt es diesbezüglich zwei Möglichkeiten: entweder arbeitet Wolfgang Schäubles Gedächtnis weniger gut als das der meisten anderen Menschen – oder er konnte sich sehr wohl erinnern und hat gelogen. Dann würde der Fall aber schnell in die Nähe von Korruption geraten. Außerdem gibt es noch widersprüchliche Aussagen zu der Sache von Wolfgang Schäuble und der damaligen CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister. Kurz zusamengefasst schieben sich beide gegenseitig den schwarzen Peter zu. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen beide verliefen im Sande.

 

Was bleibt ist die Frage, wieso ausgerechnet Wolfgang Schäuble nun Finanzminister werden musste...so recht mag oder kann Angela Merkel selber die Frage übrigens auch nicht beantworten. Das zeigte jedenfalls ihre schmallippige Antwort auf die anfangs genannte Frage des niederländischen Journalisten:

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 01. Februar 2010 um 21:13 Uhr