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  • Ministerpräsident Papademos sucht nach Reformkurs
    Die zähen Verhandlungen um einen Ausweg aus der Schuldenkrise Griechenlands gehen in eine neue Runde. Der griechische Ministerpräsident Papademos will heute erneut versuchen, die Koalitionsparteien auf einen gemeinsamen Reformkurs zu bringen. In der Nacht hatte er mit Vertretern der Troika und des privaten Bankensektors verhandelt.
  • Merkel und Minister beraten mit Regierung Sarkozy
    Die Themenliste des Ministerrats ist lang: Syrien, die Lage in Griechenland, die Finanzkrise und verschiedene Gemeinschaftsprojekte. Kanzlerin Merkel fährt heute mit acht Ministern zu einem Treffen mit der Regierung von Präsident Sarkozy. Auch wird sie mit ihm zusammen ein Interview geben - zum Unmut der Opposition.
  • Ägypten klagt Stiftungsmitarbeiter an
    Ägyptens Justiz will wegen angeblich illegaler Finanzierung 43 Mitarbeiter von politischen Stiftungen und Organisationen vor Gericht stellen - unter ihnen sind auch Deutsche und US-Bürger. Damit dürften sich die Beziehungen weiter abkühlen - denn auch der Sohn eines US-Ministers ist angeklagt.
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Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 19. November 2009 um 18:58 Uhr

Wenn es zur nächsten großen Wirtschaftskrise kommt, soll bitteschön niemand behaupten, dass man das nicht ahnen konnte. Jedes Schulkind kann einem erzählen, dass sich Schulden nicht mit neuen Schulden abbauen lassen - spätestens wenn mal in Mathe spaßeshalber Zinsen und ihre Tilgung berechnet werden. Aber unsere Volksvertreter wollen es uns trotzdem auf die Nase binden. Für wie blöd haltet Ihr uns eigentlich?


Mal ganz abgesehen davon, dass uns allerspätestens durch die demographische Entwicklung unseres Landes unsere Schulden um die Ohren fliegen. Derzeit muss allein der Bund jedes Jahr über 14 Prozent seiner Einnahmen  (etwas über 41 Miliarden Euro) nur für Zinszahlungen ausgeben (siehe Bundeshaushalt 2009). Damit wird kein Cent bestehender Schulden abgebaut, wohlgemerkt. Da aber weiter munter Schulden aufgenommen werden, kann dieser Zinsposten im Haushalt nur wachsen. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass unsere Bevölkerung in den nächsten Jahrzenten dramatisch schrumpfen wird (laut statistischem Bundesamt werden 2060 bis zu 34 Prozent weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter in Deutschland leben), liegt auf der Hand, dass die Schulden pro Einwohner sogar ohne weitere Schulden dramatisch steigen werden. Dadurch wird die Handlungsfähigkeit des Staates zunehmend eingeschränkt.

Es sollte also jedem klar sein, dass ein "weiter so" kein gangbarer Weg ist. Aber die schwarzgelbe Bundesregierung geht wider besseren Wissens den Weg massiver neuer Schulden und Steuergeschenke für Klientelgruppen (z.B. die Senkung des Steuersatzes für Hoteliers - glaubt eigentlich irgendjemand, dass mehr Firmen ihre Mitarbeiter in Hotels übernachten lassen, wenn sie dort ein paar Euro weniger bezahlen müssen? Und glaubt überhaupt jemand, dass Hoteliers die Steuersenkung in vollem Maße an ihre Kunden weitergeben?).

So. Habe mich erstmal genug aufgeregt und wollte ja auch gar keinen Roman schreiben. Wer mehr zum Thema lesen möchte, kann sich diesen schlauen Kommentar auf Spiegel Online durchlesen.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 01. Februar 2010 um 21:13 Uhr